Janina Kushtevskaya
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Bühnenbilder mit Goethe auf dem Karussell

Alles dreht sich bei Jana Kuschtewskaja um Goethes „Faust". Denn die Absolventin der Moskauer Theaterakademie hat das Karussell zum zentralen Leitmotiv ihrer Inszenierung gemacht. Derzeit stellt sie Skizzen ihrer Bühnenbilder im Goethe-Museum aus. Gleichzeitig sind Aquarelle der Malerin Barbara Prümm unter dem Motto „Vom Tag zur Nacht -Italienische Impressionen" zu sehen.

 

„Die Probleme und Entscheidungen Fausts sind zeitlos und treffen auch heute auf die russische Intelligenz zu", begründet die 28-Jährige die Themenwahl für ihre Diplomarbeit. Insgesamt nur sechs Bilder benötigt sie für die gesamte Aufführung des ersten Dramenteils. Den Vorgaben der Akademie folgend, erstellte sie eine handgezeichnete Variante und eine zugehörige Computerversion. Für das räumliche Verständnis der modernen, mit ihren Maschinen bedrohlich wirkenden Inszenierung, sorgt ein zusätzlich erstelltes Modell.

In Russland, wo bisher eher klassische Aufführungen üblich waren, liegt sie mit ihren Kostümen im Stil der 60-er und 70-er Jahre im neuen Trend zur Moderne. Ihr „Faust" hat als Naturwissenschaftler eine gewisse Ähnlichkeit mit Albert Einstein; der Jüngling kommt als Dandy daher. Und auch der atmosphärische Hintergrund, bestehend aus Projektionswand und Großbildschirm, vermitteln die aktuelle Metaphorik des Stücks. So wirkt das Bild zweier riesiger Starkstrommasten nicht nur bedrohlich, sondern demonstriert zudem die knisternde Spannung, die über der Szene liegt. Ebenso wie die Düsterkeit, die sich durch die flammend roten Bildschirme in der Walpurgisnacht-Szene um so stärker abzeichnet.

 
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Janina Kushtevskaya © 2006. Janina Kushtevskaya