Janina Kushtevskaya
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Rambler's Top100

Karussells für Fausts Himmel, Erde und Hölle

(H.M.). Alle Jahre wieder feiert das Goethe-Museum den Geburtstag seines Namensgebers: Am 28. August wäre er 253 Jahre alt geworden. Dieser Tag wird ab 18 Uhr mit einem Sommerfest begangen, wobei der Heidelberger Orientalist Raif Georges Khoury über „Tausend und eine Nacht" für Goethe und das Abendland spricht. Rund um dieses Ereignis gibt es ab sofort eine Doppelausstellung mit Barbara Prümms italienischen Impressionen aus der Liebhaber-Perspektive und Jana Kuschte wskajas' „Faust I.".

Dieser „Faust" ist sehenswert. Jana Kuschtewskaja aus Moskau hat über neue Impulse für das Bühnenleben des Welt-Epos an der Theaterakademie ihrer Heimatstadt geschrieben und das dafür erstellte Modell dem Goethe-Museum geschenkt. Auch die Kopien ihrer Bühnenzeichnungen gehen an Schloss Jägerhof.

 

„Faust" in Russland ist bei Intellektuellen beliebt, seit Boris Pasternak die aktuellste Übersetzung geliefert hat. Jana Kuschtewskajas Theater-Vorschlag versucht, die traditionellen, klassischen Inszenierungen der Moskauer Sprechbühne zu entstauben. Sie schlägt eine dreigeteilte Weltbühne vor, mit Karussells für Himmel, Erde und Hölle. Im „Prolog" können die Akteure auf einem Kettenkarussell schaukelnd ihre Kreise drehen, während die Lichtprojektion auf den Bühnenboden fallt.

 

Für den „Spaziergang" gibt es die kahle Drehbühne, das „Faustzimmer" ist mit riesigen Bücherstapeln besetzt, in der „Hexenküche" kommen die Gestalten aus den Gullilöchern. Die Begegnung zwischen Faust und Gretchen findet zwischen Strommasten statt; Joseph Beuys hätte darin den Energie-Austausch gesehen. Nun müssen nur noch ein Theater und ein Regisseur gefunden werden, um die Ideen auf die reale Bühne zu bringen.

■ Goethe-Museum, Jacobistra-ße 2, bis 4. September, di - so 10 -17 Uhr, sa 13-17 Uhr.

 
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Янина Куштевская © 2006. Янина Куштевская