Janina Kushtevskaya
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Erotishe Poesie ist biblisch inspiriert

Von STEFANIE MERGEHENN

Wer die Bibel für körperfeindlich hält, hat offensichtlich das „Hohelied Salomos" noch nicht gelesen. Im Gegensatz zu Jana Kuschtewskaja, die sich von der erotischen Poesie des Alten Testamentes zu 17 ausdrucksstarken Bildern inspirieren ließ. Ihr Zyklus „Die Liebe ist stark wie der Tod" wird am morigen Sonntag um 11.30 Uhr im Gemeindezentrum „Arche" an der Eichenstraße 140 eröffnet.

Auf die 28-jährige Künstlerin ist Andrea Zarpentin, in der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp für „Kunst in der Kirche" zuständig, von deren Mutter aufmerksam gemacht worden. Die Schriftstellerin Tatjana Kuschtewskaja hatte vor einem Jahr in Dorp aus ihren Werken gelesen. Die Bilder ihrer Tochter sind für sie „Ausdruck einer intensiven Erlebnisund Gefühlswelt".

 

„Körperlichkeit ist I Gottes Geschenk"

Tatsächlich erscheint die Umgebung nur schemenhaft auf den 58 mal 41 Zentimeter großen Öl-Gemälden. Raumfüllend, ja, raumgreifend sind die Figuren: wohl gerundete Frauen, markante Männer, aber auch androgyn knabenhafte und doch verletzlich weiblich wirkende Wesen. Allen ist ein Vers aus dem „Hohelied" zugeordnet, das Jana Kuschtewskaja zu ihrem Lieblingsbuch in der Bibel erklärt hat: „Ich entdecke immer wieder etwas Neues."

So sind auch ihre Figuren nie ganz fertig: Teils bleiben die Gesichter im Schatten oder ohne Mienenspiel. Dennoch geht von ihnen eine tiefe Innigkeit aus, wie bei der „Jungen Frau mit Kamillen", die hingebungsvoll Blüten zupft: „Er liebt mich, er liebt mich nicht...". Konzentriert auf Stimmung und Gefühle der sehnsüchtig Liebenden ist es nur folgerichtig dass kein Bild ein Paar zeigt: Als Allegorie der himmlischen und irdischen Liebe, der Liebe Gottes zu den Menschen, aber auch des Dialogs zwischen Mann und Frau möchte Jana Kuschtewskaja ihre Bilder verstanden wissen.

 

Die Technik - Öl auf Papier, teils meliert, teils als Frottage aufgetragen - ist ausgereift. Hat doch die Moskowiterin schon zwischen dem achten und 14. Lebensjahr eine private Kunstschule besucht. Ihr Diplom hat sie jüngst mit Bühnenbildern zu Goethes „Faust" erhalten, die jetzt in der Düsseldorfer Dauerausstellung zu bewundern sind.

Für Pfarrerin Zarpentin steckt in Kuschtewskajas Bildern eine faszinierende Ambivalenz: „Sie sind erotisch, obwohl sie keine Liebesszene zeigen." Und wenn schon: „Gott hat uns mit Körperlichkeit beschenkt", betont Zarpentin, die bis zum 27. Oktober Führungen anbietet: 418 91.

Die Verkaufsausstellung (je Bild 350 Euro) öffnet morgen 11.30 Uhr.

 
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Янина Куштевская © 2006. Янина Куштевская